Warenwirtschaft: Die Artikel-Typen im Überblick

 

Warenwirtschaft: Die Artikel-Typen

Artikel · Arbeitswerte · Textbausteine · Reifen · Pakete · Blöcke

In der Warenwirtschaft pflegen Sie alle Stammdaten, die Sie später auf Angeboten,
Aufträgen und Rechnungen verwenden. Dabei gibt es sechs verschiedene Typen,
die sich vor allem darin unterscheiden, ob sie einen Lagerbestand führen,
wie ihr Preis berechnet wird und wie sie auf dem Beleg erscheinen.
Diese Anleitung erklärt kurz, wofür jeder Typ gedacht ist und wo die Unterschiede liegen.

1. Artikel mit Bestand

Der Klassiker: Teile und Waren mit Preis und Lagerbestand

Artikel sind Ihre normalen Verkaufs- und Lagerteile – vom Ersatzteil bis zum
Zubehör. Sie haben:

  • Vollständige Preise (EK, UVP, Verkaufspreise netto/brutto).
  • Einen Lagerbestand mit Ist-, Mindest- und Maximalbestand sowie Lagerort.
    Die Bestandsführung lässt sich pro Artikel auch abschalten.
  • Fotos, Warengruppen und optional die Anbindung an Ihren Webshop.

Artikel erscheinen in der normalen Artikelsuche auf dem Auftrag und werden beim Verkauf
vom Lagerbestand abgebucht.

2. Arbeitswerte ohne Bestand

Dienstleistungen und Arbeitszeit

Arbeitswerte bilden Ihre Leistungen ab – also alles, was nach Zeit
oder Aufwand abgerechnet wird (z. B. Montage, Diagnose, Inspektion):

  • Die Preise verstehen sich pro Stunde bzw. pro AW; als Einheiten stehen
    z. B. Std., AW oder
    psch. zur Verfügung.
  • Es gibt keinen Lagerbestand – eine Leistung kann nicht
    „ausgehen“, die verfügbare Menge ist immer unbegrenzt.
  • Auf dem Beleg werden Arbeitswerte als Arbeitspositionen behandelt und können
    in Auswertungen getrennt von Teilen betrachtet werden („davon Arbeitswerte“).

Abgrenzung zum Artikel: Ein Artikel ist eine Ware mit Bestand, ein
Arbeitswert eine Leistung ohne Bestand.

3. Textbausteine nur Text

Wiederverwendbare Texte für Ihre Belege

Textbausteine sind keine verkaufbaren Positionen, sondern gespeicherte
Texte, die Sie immer wieder auf Belegen einfügen – z. B. Garantiehinweise,
Zahlungsbedingungen oder Standard-Beschreibungen:

  • Ein Textbaustein besteht nur aus einer Bezeichnung und dem hinterlegten Text
    – ohne Preis und ohne Bestand.
  • Auf dem Beleg fügen Sie ihn über die eigene Suche
    Textbaustein ein; er erscheint dort als Textinhalt,
    nicht als berechnete Position.
  • In der normalen Artikelsuche tauchen Textbausteine bewusst nicht auf.

4. Reifen mit Bestand

Artikel mit zusätzlichen Reifendaten

Reifen sind im Kern ganz normale Artikel (mit Preisen und Lagerbestand),
bringen aber zusätzliche Felder speziell für Reifen, Räder und Felgen mit:

  • Reifentyp (Sommer-/Winter-/Allwetterreifen bzw. -räder, Felgen),
    Größe, DOT, Profiltiefen,
    RDKS, Lochkreis u. v. m.
  • Beim Anlegen wählen Sie einfach den Typ „Reifen“ statt
    „Artikel“; in der Liste lassen sich Reifen gezielt filtern.

Wichtig: Die Reifen in der Warenwirtschaft sind Ihre
Verkaufsware. Nicht verwechseln mit dem Reifenmanager /
Reifenlager
– dort verwalten Sie die eingelagerten Kundenreifen
(Einlagerung, Lagerplätze, Etiketten), nicht den Verkaufsbestand.

5. Pakete Bündel

Mehrere Positionen als ein verkaufbares Bündel

Ein Paket fasst mehrere Artikel und Arbeitswerte zu einem verkaufbaren
Stammdatensatz
zusammen – z. B. ein Inspektionspaket aus Öl,
Filtern und Arbeitszeit:

  • Der Paketinhalt kann Artikel, Arbeitswerte und diverse Positionen
    enthalten – auch weitere Pakete.
  • Paketpreis berechnen? – der Preis wird auf Wunsch automatisch
    aus den enthaltenen Positionen ermittelt.
  • Paketbestand berechnen? – der verfügbare Bestand ergibt
    sich aus den enthaltenen Artikeln; beim Verkauf werden die enthaltenen
    Artikel
    vom Lager abgebucht.
  • Paketposition einzeln auf Auftrag? – Sie entscheiden, ob das
    Paket auf dem Beleg als eine Gesamtposition erscheint oder in seine
    Einzelpositionen aufgelöst wird.

6. Blöcke Vorlage

Vorlagen für wiederkehrende Belegpositionen

Ein Block ist eine Vorlage für ein Stück Beleg – also eine
gespeicherte Zusammenstellung von Positionen, die Sie immer wieder brauchen:

  • Der Blockinhalt kann Artikel, Arbeitswerte und diverse Positionen
    enthalten – und zusätzlich auch Textpositionen und
    Zwischensummen.
  • Auf dem Beleg fügen Sie einen Block über die eigene Suche
    Blöcke ein. Er wird dabei immer in seine
    Einzelpositionen aufgelöst
    – jede Position mit ihrem eigenen Preis,
    einzeln bearbeitbar.
  • Ein Block ist kein verkaufbarer Lagerartikel: Er hat keinen eigenen
    Bestand und erscheint nicht in der normalen Artikelsuche.

Gut zu wissen

Paket oder Block – was nehme ich wann?

  • Paket = ein verkaufbares Produkt: Es kann als eine
    Gesamtposition mit einem Paketpreis auf dem Beleg stehen, und beim Verkauf werden die
    enthaltenen Artikel vom Lager abgebucht. Ideal für feste Angebote wie
    „Inspektionspaket klein“.
  • Block = eine Vorlage: Er wird beim Einfügen immer in
    einzelne, frei bearbeitbare Positionen aufgelöst und kann zusätzlich Texte
    und Zwischensummen enthalten. Ideal als Schnellbaustein für wiederkehrende
    Auftragsinhalte, die Sie danach noch anpassen möchten.

Alle Typen im Vergleich

Typ Lagerbestand Preis Auf dem Beleg
Artikel Ja Eigene Preise (EK/VK) Einzelposition, bucht Bestand ab
Arbeitswert Nein (unbegrenzt) Pro Stunde / AW Arbeitsposition
Textbaustein Nein Kein Preis Reiner Textinhalt
Reifen Ja Eigene Preise (EK/VK) Wie Artikel, mit Reifendaten
Paket Aus Inhalt berechenbar Fest oder aus Inhalt berechnet Gesamtposition oder einzeln (einstellbar)
Block Nein, nur die Einzelpositionen sind ggf. Bestands-geführt Preise der Einzelpositionen Wird immer in Einzelpositionen aufgelöst

Ähnliche Artikel